Ich hoffe ich werde auf die eine oder andere Weise eines besseren belehrt.
Nachdenken, Lesen, Reflektieren. In diesem BLOG möchte ich einigen Gedanken nachhängen, die nicht unbedingt ausgereift genug sind um einen "geschliffenen" Artikel zu schreiben, die ich aber dennoch teilen möchte.
Montag, 15. Juni 2009
Geo-Engineering II
Ich hoffe ich werde auf die eine oder andere Weise eines besseren belehrt.
Dienstag, 5. Mai 2009
Geo-Engineering - Die politische Dimension
In der Diskussion um Möglichkeiten den Klimawandel zu verlangsamen oder die Effekte wenigstens teilweise rückgängig zu machen spielte Geo-Engineering bisher keine sehr große Rolle. Unter Geo-Engineering versteht man kurz gesagt den Versuch die Klima durch technische oder physikalisch-chemische Maßnahmen in großem Maßstab zu manipulieren. Zwar gab es immer wieder kurze öffentliche Aufregung: beispielsweise als der Chemienobelpreisträger Paul Crutzen 2006 die Option diskutierte durch das Einbringen von Schwefeldioxid in die Atmosphäre (auch Pinatubo-Effekt genannt) die Erde abzukühlen. David Keith erklärt diese Option in einem sehr guten TED Talk. Auch das deutsche Forschungsschiff das im März Experimente zur Eisendüngung des Meeres durchgeführt hat (in der Hoffnung, dass durch stärkeres Wachstum des Phytoplankton CO2 aus der Atmosphäre entzogen werden könnte) führte wenigsten in Europe zu einigen hitzigen Debatten.
Trotz vereinzelter Diskussionen, Geo-Engineering wurde, so vermute ich, aus verschiedenen Gründen nicht gerne öffentlich thematisiert: Umweltaktivisten und ein großer Teil der Klimaforscher wollte wohl vermeiden, dass eine breite Diskussion dazu führen könnte, dass man dringend notwendige Maßnahmen der Vorbeugung und Vermeidung gleich bleiben lässt, in der trügerischen Annahme, man könne das Klima schon "reparieren". Vertreter der Wirtschaft sowie Klimaskeptiker wollten wohl nicht als Technokraten dastehen. Ausserdem: würden sie öffentlich über Geo-Engineering reflektieren, würden sie ja damit implizit zugeben, dass der Klimawandel eine Realität ist die sie anerkennen. Die Öffentlichkeit wiederrum führt die Diskussion vermutlich darum nicht, weil die Erkenntnis der massiven Effekte des Klimawandels noch nicht etabliert genug sind, und Geo-Engineering eine so unglaubliche Dimension hat, dass man derartige Pläne nicht ernst nimmt und sie bestenfalls für die Phantasie eines Hollywood Drehbuchautors hält.
Langsam beginnt sich aber die Diskussion aus einer anderen Richtung her zu entwickeln. David Keith hat dies schon angedeutet: Zwei wichtige Punkte werden in der öffentlichen Wahrnehmung doch immer klarer:
- Der Klimawandel ist eine Realität, die man nicht mehr leugnen kann und die für verschiedene Regionen der Welt wahrscheinlich verheerende Folgen haben wird.
- Verschiedene Geo-Engineering Maßnahmen sind vermutlich billiger und einfacher umzusetzen als man bisher vermutet hat.
Daraus ergibt sich die beängstigende Konsequenz (wie Eli Kintisch in Slate sehr eindrücklich analysiert), dass unter Umständen einzelne Länder bald in der Lage sein werden im Alleingang Maßnahmen umzusetzen die das Klima der ganzen Welt in kurzer Zeit beeinflussen können. Zwar ist nicht anzunehmen, dass etwa Holland oder die Malediven (angesichts steigender Meerespiegel) die notwendige Motivation und Kapazitäten hätten; bei Ländern wie China, Indien oder gar den USA sieht die Sache natürlich schon ganz anders aus.
Ich denke, dass es höchst an der Zeit ist das Thema Geo-Engineering ernsthaft auf verschiedenen Ebenen zu diskutieren und auch die notwendigen Mittel bereitzustellen um eine ernsthafte Forschung zu ermöglichen. Zur Zeit gibt es meines Wissens nach nur wenige Gruppen die an derartigen Fragen ernsthaft forschen. Geo-Engineering wird nach heutigem Stand des Wissens den Klimawandel langfristig nicht aufhalten, bzw. andere Effekte der steigenden CO2 Konzentration wie die Versauerung der Weltmeere nicht verhindern können. Dennoch fürchte ich, wird es selbst bei aggressiven Strategien zur Reduktion der Treibhausgase eine Übergangsperiode geben (u.a. durch die Trägheit der Systeme bedingt) in der kurzfristige Geo-Engineering Maßnahmen sehr vernüftig sein könnten.
Montag, 30. März 2009
Elektroautos und zukünftige Mobilität
"Viele sehen Elektroautos wegen der geringen Reichweite als typisches Stadtfahrzeug. Das ist aber genau der verkehrte Ansatz. Da braucht man nämlich überhaupt kein Auto."
Freitag, 13. März 2009
Winnenden der "Black Swan"
In den verschiedenen Interviews nach der Tat mit Personen die den Täter gekannt hatten, wurde einhellig festgestellt, dass es keine Anzeichen gab die auf eine solche Tat hätten schliessen lassen. Ein unauffälliger junger Mann; vielleicht etwas eigen und zurückgezogen, depressiv und auch nicht besonders erfolgreich. Aber auf wieviele andere Jugendliche in Deutschland trifft eine derartige Beschreibung zu? Er hat sich auch durch keine früheren Gewalttätigkeiten "ausgezeichnet" oder gar die Tat angekündigt (entgegen einer Falschmeldung).
Wir sollten endlich bescheidener werden und verstehen, dass unsere Fähigkeiten der korrekten Vorhersage stark limitiert sind, ganz besonders wenn es sich um Extremereignisse handelt und versuchen unsere Systeme im vorhinein (!) so auszurichten, dass im Katastrophenfall mögliche Schäden minimiert werden.
Donnerstag, 29. Januar 2009
Informatiktag: Sustainability and ICT
- "Direkter" ICT Footprint: Wie sieht es mit Resourcenverbrauch, Abfall und Energieverbrauch aus
- Wie können ICT Services Umwelt-, Energie- und Resourceneffizienter umgesetzt werden (mit Beispiel z.B. Cloud Computing)
- Wie sieht es mit ICT als "Verstärker" aus, d.h. wo führen die Möglichkeiten die ICT bieten zu erhöhter Umweltbelastung in anderen Bereichen (z.B. Logistik, Schnelllebigkeit von Produkten usw.)
- Wie sieht es mit ICT als "Enabler" aus, also wie kann ICT in anderen Bereichen helfen diese nachhaltiger zu gestalten (z.B. Smart Houses, Smart Grid, De-Materialisierung...)
- Viele negativen Umwelteffekte werden nicht mehr korrigierbar sein (z.B. Klimawandel); Anpassungsmassnahmen sind unvermeidbar. Wie kann ICT hier helfen?
- Wie kann ICT als Lehr- und politisches Medium verwendet werden um die komplexen systemischen Zusammenhänge Schülern aber auch Erwachsenen klarer darstellen zu können, sowie sich eventuell auch zu politische Entscheidungshilfen entwickeln (z.B. komplexe Simulationen)
Dienstag, 20. Januar 2009
Mehr erfolgreiche Projekte wie OLPC!
Ich verfolge gerade mit gewissem Interesse die Aktivitäten rund um das One Laptop per Child Projekt (OLPC). Hier gibt es gelinde gesagt Turbulenzen, manche sprechen wohl von einem Ende des Projektes. Wie dem auch sein mag, dieses Projekt hat mir zu denken gegeben: Was verstehen wir unter Erfolg, bzw. konkreter unter einem erfolgreichen Projekt?
Zunächst kann man analysieren, dass das OLPC Projekt offensichtlich an verschiedenen Stellen gescheitert ist:
- Der 100$ Laptop kostet 200$.
- Über die Lebenszeit kostet ein Laptop wohl etwas in der Richtung von 2500$, das hatte man sich vielleicht auch anders gedacht.
- Die Verkaufszahlen und die Annahme in Entwicklungsländern lassen zu wünschen übrig.
- Das Projekt hat die Richtung verloren; Negroponte ist sogar in Richtung Windows anstelle des innovativen Sugar geschwenkt—wohl eine der größten Pleiten der Unternehmung.
- Es ist immer noch unklar, wenn nicht fraglich, ob das Projekt überhaupt in der Praxis funktioniert (im Sinne der Ausbildung von Kindern)
Also ein gescheitertes Projekt.
Ich denke nicht. Für mich ist gerade das OLPC Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie ein Projekt (vermutlich) nach fast äußeren Kriterien scheitern kann (Sugar als Plattform hat vermutlich noch gewisse Hoffnungen) und dennoch als Projekt wichtig und insofern erfolgreich war. Ich denke, Negroponte hat mit dem OLPC in eine Richtung gedacht und gearbeitet, auf die niemand anderer vorher gekommen ist. Innovation bedeutet natürlich auch, dass man nicht vorhersehen kann, ob eine bestimmte Idee funktioniert oder nicht; wüsste man das im vorhinein, wäre die Idee offensichtlich nicht innovativ. Er hat die Frage der Bildung in Entwicklungsländern und des Zugangs zu globalem Wissen anders gedacht und versucht ein neues Konzept umzusetzen. Selbst wenn dieses im Moment gescheitert sein sollte, ist aus meiner Sicht noch nicht absehbar, was wir aus diesem Versuch für die Zukunft lernen können.
Ähnliches konnte man auch in den 90er im Web beobachten, z.B. mit Video on Demand, Software as a Service (SAAS), oder zur Zeit mit 3D Welten wie Second Life. Alle haben eines gemeinsam: sie sind grandios gescheitert, jedenfalls in den 90er Jahren bzw. Second Life und OLPC sind gerade dabei unterzugehen.
Die ewigen Besserwisser unter den Kommentatoren haben es im Nachhinein natürlich immer schon gewusst, dass eine 3D Welt wie Second Life ja eh keiner will, dass OLPC ein ganz falscher Ansatz ist, dass es für Video on Demand und SAAS keinen Markt gibt und sowieso die Bandbreiten fehlen. Und jetzt haben wir Google Docs, Zoho, YouTube und Salesforce. Also doch!?
Manchmal sind Innovatoren einfach ihrer Zeit voraus und weder Kunden noch Unternehmer verstehen die Idee; manchmal scheitern Projekte einfach auch beim ersten Anlauf, weil man die Problemstellung noch nicht richtig versteht und sich diese erst durch das Projekt transparent wird. Manchmal sind neue Ideen einfach auch schlecht und "verdienen" es zu sterben.
Trotzdem: wer es gar nicht erst versucht, kann leicht über andere lachen. Was wir aber brauchen sind Innovatoren die sich Projekte wie Second Life, OLPC, Jini usw. ausdenken, und die sich auch von einer »Niederlage« nicht beeindrucken lassen, denn manchmal wird gerade durch die Niederlage eine Tür für zukünfitge Ideen geöffnet an die man vorher nie gelangt wäre. Wir brauchen eine Gesellschaft die solche Menschen fördert und erkennt, dass Erfolg und Niederlage eben nicht immer schwarz/weiß sind (dies wäre auch in der Forschungsförderung ernsthaft zu bedenken!); dass manche Niederlagen in Wahrheit große Erfolge sind, wenn auch in einem anderen oder größeren Sinne als in der ursprünglichen Unternehmung.
Mittwoch, 7. Januar 2009
Resourcen-Abhängigkeiten und nationale Sicherheit
Vielleicht beginnen manche auch langsam global nachzudenken ob es gescheiter ist permanent Brände zu bekämpfen und den Schaden davonzutragen oder in Brandschutz zu investieren; anders gesagt: ist es klüger eine Milliarde Dollar in das Militär zu investieren (damit dieses mit Kriegsschiffen Erdöllieferungen ermöglicht) oder diese Milliarde in erneuerbare Energien zu stecken, womit ein Teil des Militärs gleich gar nicht mehr notwendig wäre. Und dies mit einer langfristigen und ökologischen Perspektive!
Eine schwierige Entscheidung...
Montag, 29. Dezember 2008
Das Ende der Ideologie? Hoffen auf "Evidence-based Politics"
Häufig ist dies auch noch gepaart mit einem deutlichen Trend zur Irrationalität, dem nicht-wahrhaben-wollen der längst offensichtlichen Realitäten. Zur Zeit ist dies im Rahmen der "Wirtschaftskrise" offensichtlich geworden. Diese ist natürlich keine "Wirtschaftskrise", denn dieser Name würde nahelegen, die Wirtschaft (das System an sich) wäre in Ordnung; es ist halt, zufällig sozusagen, zur Zeit, gerade in eine Krise geraten. Dies trifft natürlich nicht zu, und wir alle wissen das im Grunde genommen auch: Es ist vielmehr eine "Wirtschaftssystemkrise", und dies ist etwas völlig anderes. Diese Erkenntnis würde viel substantiellere Massnahmen erfordern, als wir bereit sind zur Kenntnis zu nehmen. Wir folgen willig einer inhaltslosen Ideologie gepaart mit Irrationalität.
"The truth is that promoting science isn't just about providing resources, it's about protecting free and open inquiry. It's about ensuring that facts and evidence are never twisted or obscured by politics or ideology. It's about listening to what our scientists have to say. Even when it's inconvenient. Especially when it's inconvenient!", Barack Obama bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Wissenschaftsberater
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Zeichen der Zeit
Jetzt ist die Zeit Zeichen zu setzen! Gerade auch in Europa!
Montag, 24. November 2008
Coctails am Strand...
Wir stehen nach allem was wir wissen bzw. beobachten können an der Kippe zu einer globalen Katastrophe. Genaugenommen ist es nicht eine, sondern eine ganze Reihe von substantiellen Problemen, die zur Katastrophe führe werden wenn wir nicht schnell handeln. Von diesen ist eine völlig verkehrte Wirtschaft nur ein Teil ist (wenn auch ein wesentlicher); andere sind Klimawandel, das Artensterben das ungebremst in hohem Tempo voranschreitet, Umweltverschmutzung, Bevölkerungsexplosion usw. Und dennoch: wir alle machen "business as usual". Und an dieser Stelle muss man besonders auch die Wissenschafter aufs Korn nehmen, denn gerade von Wissenschaftern würde man annehmen (da Denken ihr Job ist), dass sie in der Lage sind Dinge auch in größeren Zusammenhängen kritisch zu denken und zu analysieren. Gerade dies scheint aber nicht zu passieren.
Vielleicht gibt es diese Denker sehr wohl, aber sie bewegen sich abseits des Mainstreams. Der Mainstream ist in vielen Fällen eine mittlerweile sehr stark fragmentierte Wissenschaftslandschaft, wo man sich in einem sehr engen Bereich spezialisieren muss um "erfolgreich" zu sein, jedenfalls erfolgreich im Sinne von Masszahlen wie Citation Indizes. Arbeiten die versuchen in größeren Zusammenhängen zu denken sind oft leichter kritisierbar, weil derjenige ja zwangsläufig nicht über alle Details aller Sub-Disziplinen gut informiert sein kann. Nicht umsonst hat es so lange gedauert, bis sich die IPCC (um ein Beispiel zu nennen) zu dem oft zitierten vierten Klimabericht so deutlich zum Klimawandel geäußert hat, obwohl die meisten Klimatologen schon in den 80er Jahren zu ählichen Schlüssen gekommen sind.
Davon abgesehen gibt es immer noch Thesen die nicht zur Diskussion stehen (z.B. Wachstum als Basis unseres Wirtschaftssystems), als wie falsch sie sich auch erwiesen haben, bzw. wie viele negative Effekte sie auch zeigen können. Jeder der an einem solchen Dogma kratzt ist praktisch per definitionem ein Spinner und als solcher nicht ernst zu nehmen. Da bleiben wir lieber bei den Rezepten die wir kennen, auch wenn sie offensichtlich nicht funktionieren oder für eine Verbesserung der Situation nichts beitragen.
Das "business as usual" betrifft aber natürlich nicht nur den Wissenschaftsbetrieb. Wäre es nicht zum Weinen so würde dies eine Komödie abgeben: Rund um uns herum kollabieren Wirtschaft, die Biosphäre, Klima, Resourcenversorgung und jeder von uns sitzt vor seinem Computer und ist krampfhaft mit den vielen kleinen Problemen des beruflichen Alltags beschäftigt, danach fallen wir vor Erschöpfung vor den Fernseher und betäuben uns mit der nächstbesten Talkshow.
Und die Politik? Deutschland versucht die deutschen Banken, die deutschen Arbeitsplätze zu retten und die deutschen Autobauer; Frankreich die französischen Arbeitsplätze, die französischen Autohersteller und die französischen Banken, Österreich... Klimapolitik, ja, darüber hatten wir irgenwann einmal schon mal gesprochen, jetzt ist aber das Geld etwas knapp, da wird man sich gedulden müssen. Ob es eine gute Idee ist, in dieselben Strukturen zu investieren, die gerade kollabiert sind? Ob man vielleicht den Firmen wenigstens Umweltauflagen oder "Innovationen" vorschreiben könnte wenn man ihnen schon massive Finanzhilfen gewährt? Besser nicht nachdenken! Denn fürs Nachdenken fehlt vor lauter Krisenmanagement die Zeit. Lieber nochmal einen Gang hochschalten und extra hart aufs Gas steigen, selbst wenn es in die falsche Richtung geht.
Aber man soll die Hoffnung nicht verlieren. Vielleicht gehen die Chinesen in wenigen Jahren voran (unter der Last ihrer eigenen Probleme) und sind nicht so träge wie wir Europäer, oder vielleicht gelingt es einem Präsidenten Obama tatsächlich das Ruder herumzureissen?! Es wäre uns allen zu wünschen.
Im Moment sitzen wir im Liegestuhl am Strand und können das Problem nicht lösen welchen Coctail wir uns als nächstes bestellen wollen, während der Tsunami schon deutlich sichtbar heranrollt. Und die anderen am Strand? Sie machen dasselbe wie wir. Daher ist jeder für sich ja im Prinzip beruhigt, denn die anderen laufen nicht davon, sondern sind in aller gebotenen Ruhe mit ihren Dingen beschäftigt. Dann kann es ja nicht so schlimm sein. Der Strandwärter hat zwar schon vor einer halben Stunde, Alarm geschlagen, das aber haben wir nicht gehört weil die Diskomusik am Strand so laut ist.
Und was ist mit denjenigen die sich den Strand noch nicht leisten können? Sie rütteln an den Gittern des Luxushotels und können den Tsunami nicht sehen: ihre einzige Sorge ist es so schnell wie möglich einen noch größeren Coctail zu bekommen, was aus deren Sichtweise verständlich aber im Ganzen betrachtet deshalb nicht weniger absurd ist.
Dienstag, 28. Oktober 2008
Innovation aus der Katastrophe
Das Jahr 1816 wurde in Europa und den USA auch das "Jahr ohne Sommer" genannt. Heutige Wissenschafter führen dies auf die Effekte der Eruption zurück. Hungersnöten in Europa, den USA und Kanada waren die Folge. In Europa wurde damit unter anderem auch das Pferdefutter sehr teuer und damit Transport mit Pferdefuhrwerken. Dies wiederrum brachte der Erfindung und der Verbreitung des Vorläufers (*g*) des Fahrrades dramatischen Aufschwung.
Sonntag, 12. Oktober 2008
"Chinas Kohlekraftwerke sind Schuld am Klimawandel!"
"20% der Abschmelzungen des Grönländischen Eissschildes könnten direkt dem Kohlendioxidausstoss chinesischer Kohlekraftwerke zugeordnet werden", Deutschlandfunk Forschung Aktuell 9.10.2008, letzter Beitrag
Dies wird nun durch den Wirtschaftsaufschwung in Ländern wie China, Indien oder Indonesien noch offensichtlicher, weil nun auch die Menschen dort ihren Teil am Kuchen (zu Recht) einfordern. Dies erfordert globale Massnahmen die drastische Reduktionen von Treibhausgasen in der ganzen Welt zur Folge haben müssen; in den hoch-industrialiserten Ländern ganz genauso wie in Ländern wie China.
Sonntag, 14. September 2008
"Google ruiniert beinahe United Airlines"
Und wer ist Schuld: keine Frage, Google!!
Ich denke es trifft hier dasselbe zu, was ich schon vor einger Zeit über das "News" Business geschrieben habe: es findet eine völlig irrationale Fokussierung auf Zeit statt; Zeit wird plötzlich zum Faktor des Aktienmarktes ohne dass dies irgendeine Widerspiegelung in der Realität finden würde. Der Wert einer Firma kann sich (von ganz wenigen Sonderfällen abgesehen, z.B. einer Katastrophe) einfach nicht innerhalb eines Tages signifikant ändern, dennoch tun die Aktienmärkte so, als wäre dies der Fall.
Nun ist ja die Beschleunigung offensichtlich nicht nur ein Problem weil sie jeder Grundlage entbehrt, sondern sie führt auch dazu, dass Händler natürlich nicht mehr die Zeit haben sich ordentlich mit Nachrichten und den tatsächlichen Zuständen in einer Firma auseinanderzusetzen; denn unter dem Zeitdruck wenige Sekunden zu spät zu kommen reagieren viele auf jede unsinne Meldung mit Panik. Das ist der Skandal. Die "Newsification" unserer Gesellschaft ohne jede sachliche Grundlage. Das sollte diskutiert werden. Nicht Google.
Sonntag, 7. September 2008
Das Ende der Anonymität - über "kleine" Features
- Picasaweb erkennt Gesichter in hochgeladenen Fotos
- Man Tagged einmal Gesichter mit Namen und
- alle Fotos (auch neue) wo diese Person wieder auftaucht werden von Picasaweb automatisch mit dem Namen dieser Person getaggt.
Aber es geht darüber hinaus: selbst wenn niemand mein Gesicht getaggt hat, der Algorithmus erlaubt im Prinzip dem Suchenden Gruppen von Fotos zu finden, in der eine bestimmte Person vorkommt, selbst wenn der Name der Person nicht bekannt ist. Oder Fotos in denen zwei Personen vorkommen. Man kann sich eine Suchmaske vorstellen, in der man ein, zwei oder mehrere Porträts hochlädt und die Suchmaschine dann alle Fotos ausspuckt auf der diese Personen (z.B. gemeinsam) vorkommen. Eine Menge Potential, wenn man darüber nachdenkt.
Es ist klar, dass mit den neuen Möglichkeiten die das Internet bietet das Konzept von "Privatheit" das wir bisher hatten schlicht und ergreifen obsolet geworden ist. Schliesslich muss ich nichtmal selbst Information hochladen, es reicht wenn irgendjemand ein Foto, Video oder eine andere Information mich betreffend ins Netz stellt und sei es der Stream einer Webcam an der ich vorbeigehe. Die Frage ist, welche Konsequenzen das für uns hat und wie wir in Zukunft damit umgehen werden. Es überrascht mich allerdings, dass zur Zeit jeder über einen neuen Browser diskutiert, diese wesentlich bedeutendere Ankündigung aber bisher nur wenig diskutiert wurde.
Sonntag, 17. August 2008
Systeme und Veränderung
Ich habe eine Kommentar zu meinem Artikel "Im System gefangen" bekommen, der mich zu einer längeren Antwort veranlasst hat, die ich jetzt doch in einem neuen Posting etwas klarer ausführen möchte:
Es ist natürlich klar und sofort einleuchtend dass es im Endeffekt das Verhalten Einzelner ist, das ein System ausmacht. Ein Punkt, den ich in verschiedenen Postings vielleicht noch nicht klar genug gemacht habe ist der oftmals geradezu absurde Sog den einmal etablierte Systeme auf Teilnehmer des Systemes ausüben und umgekehrt Veränderungen im System sehr schwer erscheinen lassen. Wir haben ein "Niveau" erreicht, wo man auch gewissen Dingen gar nicht mehr ausweichen kann bzw. wo es nur mehr äußerst schwer möglich ist das tatsächlich richtige Verhalten zu erkennen; einfach darum weil die Systeme so komplex und verzahnt geworden sind, dass einfache Betrachtungen meist zu falschen Ergebnissen kommen.
Ein kleines Beispiel: ökologisches Einkaufen: wie soll das gehen? Erstens haben wir Supply-Chains aufgebaut an denen wir als Normalbürger nicht mehr vorbeikommen. Auch der Ökobauer fährt mit dem Auto zum Markt und nutzt Mobiltelefon und Internet um seine Produkte zu bewerben und versucht letztlich in die "grüne Linie" der großen Supermarktkette zu kommen um überleben zu können. Zweitens ist es oft sehr schwer zu entscheiden welche Handlung wirklich "ökologisch richtiger" ist. Denn auch "shop local" ist nicht immer die beste Lösung. Neue Berechnungen zeigen z.B. dass (entgegen meiner und der Erwartung der meisten an Ökologie interessierten) der Transport von Lebensmitteln in vielen Fällen (z.B. Fleisch) nur einen sehr geringen Beitrag an der CO2 und Umweltbelastung ausmachen. Wir wissen also fallweise gar nicht genau, was eine gute Entscheidung wäre. Ich habe mich im Supermarkt immer gegen Erdäpfel aus Zypern gewehrt und die österreichischen gekauft. Vielleicht ist dies aber tatsächlich die falsche Entscheidung es sogar eine gute Idee die Erdäpfel aus Zypern zu kaufen. Warum? Wie gesagt, entgegen meiner ursprünglichen Annahme scheint (!) es so zu sein, dass der Transport in der gesamten ökologischen Rechnung keinen sehr großen Posten ausmacht. Vielleicht (!) ist es ja so, dass der Erdäpfelanbau in Zypern ökologisch günstiger ist als in Österreich (Klima...) und daher in Summe betrachtet wieder die besser Wahl wäre. Der Punkt ist: ich kann das in Wahrheit nicht entscheiden.
Auch der Lebensstil: wir Leben in einer Gesellschaft wo man ohne Auto, öffentlichen Verkehr, Gasheizung, Computer etc. gar nicht mehr Leben kann; auch die Versorgung mit nur den lebenswichtigen Dingen (Nahrung, Kleidung, ...) wäre ohne unsere momentanen Systeme gar nicht mehr aufrechtzuerhalten weil wir uns überhaupt nicht mehr lokal versorgen könnten. Auch gibt es weder Höhlen mehr in die man sich zurückziehen könnte, und wenn man es könnte wäre auch dieser Lebensstil wegen der schieren Menge der Menschen nicht mehr nachhaltig.
Nun sind diese beiden Effekte sehr mächtig: einerseits unser Unwissen, das dazu führt, dass wir als Individuen gar nicht entscheiden können in welche Richtung wir die System in denen wir leben überhaupt korrekterweise verändern müssen und zweitens, dass wir in eine Vielzahl von Systemen so eingebettet sind, dass wir den Überblick gar nicht mehr haben bzw. ohne dieses Systeme in Wahrheit nicht oder kaum mehr übeleben können.
Kommt man nun in einer Organisation z.B. einer Universität, einem Staat zu dem Schluss dass man eigentlich sehr große Änderungen machen müsste um "zu überleben" so traut man sich als Individuum dies gar nicht vorzuschlagen. Einerseits weil es sehr schwierig ist die tatsächlichen Zusammenhänge zu verstehen (man könnte ja auch falsch liegen) und weil man weiters auch ganz genau weiß, dass die meisten "Mitspieler" im System so auf ihre lokalen Mikro-Probleme fixiert sind und so im System aufgegangen sind, dass es ihnen gar nicht in den Sinn kommt, dass das System das sie leben (und in das sie erzogen wurden) substantiell falsch sein könnte. Erschwerend kommt hinzu dass wir (global) bei gravierenden Problemen vermutlich Systeme (wie das Wirtschaftssystem) sehr fundamental ändern müssen und es mit einem Justieren von ein paar Rädchen sicher nicht getan ist (und schon diese Justagen stoßen wie wir wissen meist auf erbitterten Widerstand) und dies vermutlich eher nur eine Zeitverschwendung darstellt. Fundamentale Änderungen stossen auf fundamentalen Widerstand all derjenigen die irgendwie von dem System profitieren oder im System leben und zwar solange wie sich das System noch irgendwie am Leben erhalten lässt bis zum endgültigen Zusammenbruch. Dass dann aber in der heutigen Zeit nicht nur ein einziges System zerstört sondern eine Kettenreaktion ausgelöst wird (wie wir bspw. an der Praxis der Vergabe von Hypotheken in den USA und der damit ausgelösten globalen Schockwelle 2007 gesehen haben) wäre eine wesentliche Erkenntnis. Schlägt man Änderungen frühzeitig vor wird man aber mit großer Wahrscheinlichkeit als Spinner abgetan und erreicht somit überhaupt nichts. Dass man dann im Nachhinein (von der Geschichte?!) vielleicht Recht bekommt ist wenig hilfreich.
Mit anderen Worten: die meisten Systeme und Organisationen die wir kennen scheinen de facto nicht in der Lage zu sein sich großen Änderungen zu stellen; selbst wenn diese dringend notwendig wären. D.h. große Änderungen erfordern in der Praxis meist ein Ende der alten Struktur mit einer folgenden Neugründung. Die Amerikaner haben dies auf gewisser Ebene erkannt: dort wird/wurde viel schneller mal eine Firma oder andere Organisation zugesperrt und eine neue mit anderem Konzept erfunden (zumindest solange sie nicht sehr groß geworden sind) und neue Ideen haben es daher dort leichter sich zu etablieren.
Gibt es aber Faktoren die es doch schaffen Systeme zu Änderungen bewegen? Natürlich kann man hier nicht leicht alle Systeme über einen Kamm scheren aber ich denke, dass gewisse allgemeine Beobachtungen möglich sind: Zunächst glaube ich, dass es eine Frage der Größe und Vernetzung ist: je kleiner desto agiler scheint zuzutreffen. Weiters ist es eine Frage der Struktur der Systeme: solche, die einen starr hierarchischen Ansatz haben scheinen wieder weniger flexibel zu sein als solche die einen breiten eher bottom-up orientierte Struktur aufweisen. Der Grad der Vernetzung ist sicherlich eine der wesentlichsten Fragen: Erfinde ich mit zwei Freunden ein Spiel und wollen wir die Regeln ändern, so ist dies vielleicht eine Frage von 5 Minuten. Haben wir eine internationale Liga gegründet und sind 100 Sportvereine involviert sowie dutzende Fernsehsender usw. wird dies schwieriger werden. Stark vernetzte Strukturen scheinen sich daher fast gar nicht aus inneren Kräften heraus zu ändern, bzw. wenn, dann nur zu sehr langsamen und langfristig angedachten Änderungen.
Schnellere Änderungen sind meiner Beobachtung nach fast nur über äußere Zwänge zu erreichen. Und damit tritt das nächste Problem auf: Selbst wenn ein äußerer Zwang auftritt so ist noch lange nicht gesagt, dass die Reaktion darauf die richtige ist. Man denke an die oben genannte Pleitenwelle in den USA wo zwar reagiert wurde, aber nur auf sehr oberflächliche Weise und nicht etwa die Chance genutzt wurde dies als Indikator für ein tieferliegendes Problem zu erkennen um das Finanzsystem selbst kritisch unter die Lupe zu nehmen. Ein anderes Beispiel: steigende Energiepreise. Kleine Firmen und Forschungsinstitute reagieren hier recht schnell mit neuen Ideen, große Systeme wie bspw. Politik, Förderinstitutionen, große Firmen reagieren fragwürdig: bspw. mit Ideen wie Ölbohrungen in der Arktis, Subvention oder Steuernachlässe auf Benzin, Atomkraft usw. Wenn man den Politikern nicht blanke Dummheit unterstellen möchte oder Bestechung von bestimmten Lobbygruppen so kommt doch heraus, dass das Sichtfeld dieser Entscheidungsträger durch Jahrzehnte bestimmten Handelns in massiver Weise eingeängt ist und kaum mehr Freiheitsgrade kennt oder den Mut solche zu Nutzen. Man ist bereit Milliarden in Rüstung sowie militärische Forschung zu stecken um angeblich die nationale Sicherheit zu gewährleisten aber investiert nicht einmal einen Bruchteil davon in (z.B.) Energieforschung die die nationalie Sicherheit mindestens ebensostark beeinflusst.
Hoffentlich gibt es dann aber noch genug Zeit und Resourcen um die verbleibenden Systeme anzupassen.
Dienstag, 1. Juli 2008
Das Beschleunigungs-Paradoxon
Dieser Kreis ist nur ganz schwer zu durchbrechen, falls überhaupt.
Weiters kommt dazu, dass wir nicht in der Lage sind exponentielle Vorgänge als solche wahrzunehmen, wir laufen also auch in den Abgrund weil das Tempo nicht korrekt erkennen und die tatsächliche Lage erst viel zu spät als ernsthaft wahrnehmen.
Und die Politik? Die die stark vernetzen Systeme und deren gegenseitigen Wirkungen gar nicht mehr erkennen und schon gar nicht mehr steuern kann? Aber das führt in eine andere Diskussion.
Chancen
Fazit
Ja, es wird immer komplizierter aber das ist der Preis den wir fürs Überleben werden zahlen müssen.
Mittwoch, 25. Juni 2008
In die falsche Richtung: Weniger Geld für Wissenschaft ohne Zweckwidmung
Denn, und das ist ein eigener Punkt den ich einmal getrennt betrachten werde, im derzeitigen Wissenschaftsbetrieb ist ja ein "ehrenvolles Scheitern" kaum vorgesehen: So als ob jede Forschung zum Erfolg wird, was doch bei genauerer Betrachtung eine sehr eigenartige Vorstellung ist! Damit muss man den Eindruck gewinnen, dass Förderinstitute wie die EU eigentlich ganz gerne betrogen werden möchten; im Sinne: besser ein toll gemachter Zwischen- und Endbericht, der es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt, als ein ehrliches Eingeständnis, dass gewisse Dinge doch nicht so funktioniert haben, wie erhofft ("erwartet" wäre schon wieder eigentümlich, denn Forschungsergebnisse die ich erwarte sind in vielen Fällen kaum der Rede wert oder methodisch fragwürdig zustande gekommen).
Ich meine: besser mehr Vertrauen bei der Vergabe von Mitteln, ehrliche Begutachtung von Forschungsaktivitäten und anständige Basis-Subvention anstelle von fragwürdiger Transparenz und Bürokratie die äußere Merkmale optimiert und wo die tatsächliche Forschungsleistung in Wahrheit zur Nebensache wird.
Mittwoch, 18. Juni 2008
Nachhaltigkeit und Bevölkerungswachstum
Vielleicht ein paar Zitate aus dem UN Bericht:
- "World population is projected to cross the 7 billion mark in 2013; the 8 billion mark in 2028; the 9
billion mark in 2054. World population nearly stabilizes at just above 10 billion after 2200." - "It has taken just 12 years for the world to add this most recent billion people. This is the shortest
period of time in world history for a billion people to be added." - "World population did not reach one billion until 1804. It took 123 years to reach 2 billion in 1927, 33
years to reach 3 billion in 1960, 14 years to reach 4 billion in 1974 and 13 years to reach 5 billion in
1987." - "Eighty per cent of the world currently reside in the less developed regions."
- Jahr 0: 0,3 Milliarden, also nur 300 Millionen Menschen
- Jahr 1800: 1 Milliarde
- Jahr 1900: 1,7 Milliarden
- Jahr 2000: 6 Milliarden
- Jahr 2050: geschätzte 9 Milliarden
Freitag, 23. Mai 2008
Hoffnung Treibstoffpreis!
Kaum. Ich habe schon in früheren Postings über systemische Effekte gesprochen. Scheinbar wird wieder nicht erkannt, dass bspw. eine Erhöhung der Pendlerpauschale das Problem kurzfristig etwas entschärft aber schon mittelfristig dramatisch schlimmer macht.
Es gibt allerdings schon Staaten, die die Problematik scheinbar erkannt haben und Initiativen setzen. Abu Dhabi bspw. kündigt die "Zero-Emision City" an und möchte führend im Bereich erneuerbarer Energien werden. Es schönes Ziel, es bleibt abzuwarten welche Taten folgen. Ich würde mir wünschen dass diese und andere Initiativen erst der Anfang einer globalen Bewegung sind.
Update 13.6.: Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder ;-) Laut Deutsche Welle, Treffpunkt Europa, meinte der ehemalige Berater des französischen Präsidenten Jacques Attali sinngemäß, dass Energie immer noch viel zu billig sei. Der Preis sei in etwa derselbe (Inflationsbereinigt... nehme ich an) wie 1973. Ein hoher Energiepreis wäre wichtig, weil es zum Energiesparen führe. Man müsse aber aufpassen, dass der Strukturwandel sozial verträglich ablaufe und nicht hauptsächlich zu lasten der sozial Schwachen passiert.
Kaum zu glauben. Das ist das erste Mal, dass ich jemanden aus der Nähe der Spitzenpolitik gehört habe, der die Zusammenhänge meiner Meinung nach richtig erkannt hat und sich das auch zu sagen traut. Ich kann das Lamentieren aus allen Ecken Europas, und die oben zitierte Treffpunkt Europa sendung machte da keine Ausnahme, nicht mehr hören. Schon der Titel der Sendung: "Der Schmierstoff versiegt: wie Europa unter dem hohen Ölpreis leidet". Nicht etwa: "Der Schmierstoff versiegt: Der hohe Ölpreis als Chance für Europa".
Update 19.6.: Nun haben auch Hedgefond-Manager erkannt, dass Peak-Oil da oder jedenfalls sehr nahe ist:
"'I do believe you have peaked out at 85 million barrels a day globally,' Pickens, who heads BP Capital hedge fund with more than US$4 billion under management, said during testimony to the Senate Energy and Natural Resources Committee."
Montag, 5. Mai 2008
Demokratie im 21. Jahrhundert
"Interessensverbände machen die Politik. Die ziehen die Fäden, an denen politische Hampelmänner hängen, die uns auf der Bühne der Berliner Puppenkiste Demokratie vorspielen dürfen. Diese Politfiguren dürfen dann in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Illner ihre Sprechblasen entleeren. Und wenn bei der intellektuellen Notdurft noch was nachtröpfelt, dann können sie sich bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne unter das Volk mischen.", Georg Schramm
Zum Abschluss...
Noch ein Zitat zum Schluß:
:-)"Ich verhielt mich so, als wartete ein Heer von Zwergen nur darauf, meine Einsicht in das Tagesproblem, zur Urteilsfindung von Gesellschaft und Politik zu übersetzen. Und nun stellt sich heraus: Dieses Heer gibt es nicht.
Ganz im Gegenteil erweist sich das kulturelle Getriebe als selbstimmunisierend gegen Kritik und Widerlegung. Es ist dem Lernen feind und wehrt sich in kollektiver Geschlossenheit gegen Umdeutung und Innovation.", Rupert Riedl, Evolution und Erkenntnis, Piper (1985)