Mittwoch, September 30, 2009
Donnerstag, September 10, 2009
"Ausgesorgt" - oder "Die Tantiemen des Vaters"
geschrieben von
Alexander Schatten
um
09:26
0
Kommentare
Kategorie: Gesellschaft/Politik
Donnerstag, August 13, 2009
140 Zeichen, oder die Macht der Beschränkung
Aber das ist nicht das Thema meines heutigen Postings. Der eigentlich interessante Punkt ist für mich ein anderer: Die Macht der Beschränkung.
Ich halte es für eine prinzipiell interessante Idee für verschiedene Arten der Kommunikation verschiedene Kanäle zu gestalten. Ein beschränkter Kanal ist eine Variante die in ihrer Beschränkung viel Potential hat, unbeschränkte Kanäle sind eine andere mit anderen Möglichkeiten. Daher finde ich es auch nicht sonderlich gut, wenn bspw. RSS Feeds in Twitter umgeleitet werden. Das sind zwei verschiedene Dinge, die nicht vermischt werden sollten.
geschrieben von
Alexander Schatten
um
09:30
0
Kommentare
Kategorie: Medien, Technologie
Donnerstag, Juli 09, 2009
Michael Jackson und die Macht des Gemeinsamen
Dann passiert das "wunderbare": MJ stirbt; noch dazu unter "dramatischen" Umständen, mit Wiederbelebung und allem was dazugehört. Und dann? Genau was zu erwarten war: ein Medien-Erdbeben mit allen Registern. Von den gelben Blättern über Fernsehen und Radio bis zu Twitter , YouTube und Blogosphäre.
Eine ganz ähnliche, inhaltlich natürlich andere Dimension waren die Vorkommnisse im Iran in den letzten Monaten. Auch hier gilt: de facto interessiert sich kaum jemand für den Iran, kaum ist die Twitter-Welle losgebrochen, waren alle ganz fasziniert. Irgendwie spannend, dramatisch.
Warum wähle ich gerade diese beiden Beispiele? Ich denke, weil man gerade an diesen eine der stärksten Impulse des Menschen erkennen kann, nämlich die Gruppe, das Gemeinsame zu suchen. Der Mensch sehnt sich nach Bestätigung und Geborgenheit. Da wir aber nicht mehr in der Kleingruppe rund ums Feuer sitzen, übernehmen moderne Medien und Kommunikationstechnologien diese Rolle. Wenn Millionen Menschen sich über MJ "informieren" oder entsprechene Tweets loslassen, interessiert sie nicht wirklich MJ sondern das Gemeinschaftserlebnis. Plötzlich werden wieder CDs gekauft. Von jemandem, für den kurz zuvor hauptsächlich Spott und Hohn übrig war.
Die eigentlichen Inhalte (Michael Jackson) in diesen Beispielen sind für die Beteiligten reichlich irrelevant. Die Tatsache, dass es gemeinsame Inhalte sind, und dass jeder "Beteiligte" das Gefühl hat an einem großen Ereignis teilzunehmen ist aber bedeutsam. Wir bedienen uns der Inhalte um über etwas zu sprechen, etwas gemeinsam zu haben, etwas zu teilen, was uns nicht wirklich interessiert, dabei aber unsere Gemeinsamkeit darzustellen und uns auch unserer Zusammengehörigkeit zu versichern. Diese Inhalte sind also die Trägerwelle modernen sozialer Interaktion.
geschrieben von
Alexander Schatten
um
13:23
0
Kommentare
Kategorie: Gesellschaft/Politik, Medien
Donnerstag, Juni 25, 2009
Österreichische Peak Oil Studie
Ist man des englischen mächtig, ist aber vermutlich "Winning the Oil Endgame" die bessere Variante (dort könnten sich die Autoren auch abschauen, wie man eine Studie schreibt, z.B. Executive Summary, Referenzen, Typhographie). Ebenso in diesem Kontext ist das Buch des englischen Physikers David MacKay eventuell von Interesse (wie das vorige ebenfalls zum freien Download): Sustainable Energy - Without the hot Air. In diesem Buch setzt sich MacKay mit dem Potenzial "alternativer" Energien sehr detailiert, aber gut lesbar auseinander. Dieses Buch hat zwar einen eine UK - Schwerpunkt, der stört aber für grundlegende Überlegungen nicht wirklich. Auch dieses Buch ist übrigens typographisch hervorragend.
"Was, wenn die These vom globalen 'Peak Oil' tatsächlich einträfe und die technisch förderbare Menge unumkehrbar fallen würde?"
geschrieben von
Alexander Schatten
um
12:01
0
Kommentare
Kategorie: Gesellschaft/Politik, Umwelt
Montag, Juni 15, 2009
Geo-Engineering II
Ich hoffe ich werde auf die eine oder andere Weise eines besseren belehrt.
geschrieben von
Alexander Schatten
um
12:35
0
Kommentare
Kategorie: Gesellschaft/Politik, Klimawandel, Technologie, Umwelt
Dienstag, Mai 05, 2009
Geo-Engineering - Die politische Dimension
Zwar gab es immer wieder kurze öffentliche Aufregung: beispielsweise als der Chemienobelpreisträger Paul Crutzen 2006 die Option diskutierte durch das Einbringen von Schwefeldioxid in die Atmosphäre (auch Pinatubo-Effekt genannt) die Erde abzukühlen. David Keith erklärt diese Option in einem sehr guten TED Talk. Auch das deutsche Forschungsschiff das im März Experimente zur Eisendüngung des Meeres durchgeführt hat (in der Hoffnung, dass durch stärkeres Wachstum des Phytoplankton CO2 aus der Atmosphäre entzogen werden könnte) führte wenigsten in Europe zu einigen hitzigen Debatten.
- Der Klimawandel ist eine Realität, die man nicht mehr leugnen kann und die für verschiedene Regionen der Welt wahrscheinlich verheerende Folgen haben wird.
- Verschiedene Geo-Engineering Maßnahmen sind vermutlich billiger und einfacher umzusetzen als man bisher vermutet hat.
geschrieben von
Alexander Schatten
um
13:24
4
Kommentare
Kategorie: Gesellschaft/Politik, Klimawandel, Umwelt
Montag, März 30, 2009
Elektroautos und zukünftige Mobilität
Rudolf Skarics schreibt in einem recht interessanten Artikel im Standard unter anderem:
"Viele sehen Elektroautos wegen der geringen Reichweite als typisches Stadtfahrzeug. Das ist aber genau der verkehrte Ansatz. Da braucht man nämlich überhaupt kein Auto."
geschrieben von
Alexander Schatten
um
14:10
1 Kommentare
Kategorie: Klimawandel, Systeme, Umwelt
Freitag, März 13, 2009
Winnenden der "Black Swan"
In den verschiedenen Interviews nach der Tat mit Personen die den Täter gekannt hatten, wurde einhellig festgestellt, dass es keine Anzeichen gab die auf eine solche Tat hätten schliessen lassen. Ein unauffälliger junger Mann; vielleicht etwas eigen und zurückgezogen, depressiv und auch nicht besonders erfolgreich. Aber auf wieviele andere Jugendliche in Deutschland trifft eine derartige Beschreibung zu? Er hat sich auch durch keine früheren Gewalttätigkeiten "ausgezeichnet" oder gar die Tat angekündigt (entgegen einer Falschmeldung).
Wir sollten endlich bescheidener werden und verstehen, dass unsere Fähigkeiten der korrekten Vorhersage stark limitiert sind, ganz besonders wenn es sich um Extremereignisse handelt und versuchen unsere Systeme im vorhinein (!) so auszurichten, dass im Katastrophenfall mögliche Schäden minimiert werden.
geschrieben von
Alexander Schatten
um
03:23
0
Kommentare
Kategorie: Gesellschaft/Politik, Medien
Donnerstag, Jänner 29, 2009
Informatiktag: Sustainability and ICT
- "Direkter" ICT Footprint: Wie sieht es mit Resourcenverbrauch, Abfall und Energieverbrauch aus
- Wie können ICT Services Umwelt-, Energie- und Resourceneffizienter umgesetzt werden (mit Beispiel z.B. Cloud Computing)
- Wie sieht es mit ICT als "Verstärker" aus, d.h. wo führen die Möglichkeiten die ICT bieten zu erhöhter Umweltbelastung in anderen Bereichen (z.B. Logistik, Schnelllebigkeit von Produkten usw.)
- Wie sieht es mit ICT als "Enabler" aus, also wie kann ICT in anderen Bereichen helfen diese nachhaltiger zu gestalten (z.B. Smart Houses, Smart Grid, De-Materialisierung...)
- Viele negativen Umwelteffekte werden nicht mehr korrigierbar sein (z.B. Klimawandel); Anpassungsmassnahmen sind unvermeidbar. Wie kann ICT hier helfen?
- Wie kann ICT als Lehr- und politisches Medium verwendet werden um die komplexen systemischen Zusammenhänge Schülern aber auch Erwachsenen klarer darstellen zu können, sowie sich eventuell auch zu politische Entscheidungshilfen entwickeln (z.B. komplexe Simulationen)
geschrieben von
Alexander Schatten
um
12:28
2
Kommentare
Kategorie: Bildung, Systeme, Technologie, Umwelt
Zum Abschluss...
Noch ein Zitat zum Schluß:
:-)"Ich verhielt mich so, als wartete ein Heer von Zwergen nur darauf, meine Einsicht in das Tagesproblem, zur Urteilsfindung von Gesellschaft und Politik zu übersetzen. Und nun stellt sich heraus: Dieses Heer gibt es nicht.
Ganz im Gegenteil erweist sich das kulturelle Getriebe als selbstimmunisierend gegen Kritik und Widerlegung. Es ist dem Lernen feind und wehrt sich in kollektiver Geschlossenheit gegen Umdeutung und Innovation.", Rupert Riedl, Evolution und Erkenntnis, Piper (1985)
